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Presse-
mitteilung

23. Mai 2016

Von Patienten, Studien und Marktinteressen

Translate! 2016: Schneller von der Idee zur Therapie

 

Was bringt Translation voran? Wie können Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ihre Kräfte vereinen? Welche Faktoren tragen zum Erfolg von Translationsforschung bei? Internationale Experten diskutieren in den nächsten zwei Tagen die aktuellen Herausforderungen translationaler Medizin. Das globale Symposium findet zum zweiten Mal in Berlin statt. Initiatoren sind das Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT), eine Kooperation von Charité – Universitätsmedizin Berlin und Helmholtz-Zentrum Geesthacht, und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) mit dem Wissenschaftsmagazin Science Translational Medicine (STM).

 

Wissenschaftlichen Fortschritt zügig in die medizinische Anwendung bringen, das ist erfolgreiche Translation. Vielversprechende Ergebnisse gelangen aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und schließlich in die klinische Praxis. Dort müssen sie sich bewähren, die Erfahrungen fließen in der Folge zurück ins Labor. Soweit die Theorie. In der Praxis stehen Akteure immer wieder vor Herausforderungen: Regularien und behördliche Zulassungen verlangsamen den Prozess, widerstreitende Interessen hemmen richtungsweisende Entwicklungen, akademische Forschung trifft mit der Industrie auf eine gänzlich andere Translations-Kultur. Wissen zeitnah in Therapien oder Diagnostika zu übertragen, ist nicht immer leicht.

 

Konstruktiv, kontrovers und zukunftsgerichtet befassen sich internationale Translationsforscher mit dem Übertragungsprozess. Experten aus den Grundlagenwissenschaften, der klinischen Forschung, aus Start-Ups und großen Unternehmen kommen zusammen, diskutieren innovative, wie auch bewährte Strategien und entwerfen neue Translationsmodelle. Das Motto des diesjährigen Symposiums: “Finding the Face in the Crowd: Translational Research in a Competitive, Global Scientific Market". Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zu dem vom BCRT, BIH und STM organisierten Kongress: „Deutschland hat großes Potenzial, in vielen Aspekten der translationalen Gesundheitsforschung eine Führungsrolle einzunehmen. Die Bundesregierung hat mit den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung und dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung Strukturen geschaffen, mit denen Forschungsergebnisse schneller aus dem Labor in die medizinische Praxis überführt werden können – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.“

 

Erfolgreiche Translation entsteht, wenn die beteiligten Interessengruppen zusammenarbeiten und Erfahrungen teilen. „Die unterschiedlichen Ziele forschender Wissenschaftler, Kliniker und politischer Gestalter müssen sich annähern, sodass sich eine starke internationale Forschungsinfrastruktur entwickeln kann. Dabei ist es auch an den einzelnen Regierungen, den regulatorischen Weg zu ebnen, um translationale Forschung zu beschleunigen“, sagt Prof. Dr. Georg Duda, stellvertretender Direktor des BCRT, anlässlich der Veranstaltung. Neben Best-Practice-Beispielen wie Clinical Research Units als Translationsplattformen thematisiert das Forum Qualitätsstandards in der Forschung sowie den effektiven Einsatz von Forschungsressourcen. „Der Kongress Translate! 2016 wird mit seinem renommierten, internationalen Teilnehmerkreis und seinem Programm wichtige Diskussionsbeiträge und Impulse für eine Weiterentwicklung der translationalen Forschung, sowohl in Deutschland als auch international, liefern“, so Staatssekretär Schütte.

 


Kontakt:

Prof. Dr. Georg N. Duda

Stellvertretender Direktor des Berlin-Brandenburger Centrums für Regenerative Therapien (BCRT)
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 559 048
E-Mail: georg.duda@charite.de

Download:
Programm Translate! 2016

Links:
Translate! 2016
http://www.science-translate.com

BCRT
http://bcrt.charite.de/home/

BIH
https://www.bihealth.org/


Original Pressemitteilung

Idee

Der Begriff Translation hat sich in den Lebenswissenschaften etabliert. Eine genaue Definition oder exakte Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis lassen jedoch auf sich warten. Der Kongress Translate! 2014 war ein Kick-Off für ein “Open Forum for Translational Research”, um die Prozesse der Translation zu fördern. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT), der Fachzeitschrift Science Translational Medicine (STM) und dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) ins Leben gerufen und richtet sich an WissenschaftlerInnen und Industrie-VertreterInnen aus dem Bereich Translation.

 

Erfolgreiche Translation ist der effektive und zügige Transfer von vielversprechenden Forschungsergebnissen in medizinische Anwendungen. Erkenntnisse der medizinischen Grundlagenforschung müssen sich im klinischen Alltag bewähren, und im Falle eines eingeschränkten Erfolgs zu einer „umgekehrten Translation“ führen – von der Laborbank ans Krankenbett und zurück. Um erfolgreiche Translation zu erreichen, müssen alle beteiligten Interessensgruppen zusammen arbeiten, ihre Erfahrungen teilen und gemeinsame Herausforderungen identifizieren.

 

Die Konferenz Translate! 2016 beschäftigt sich daher mit diesen zentralen Fragestellungen:

  • Wie können unterschiedliche Interessengruppen ihre Kräfte vereinen um die Translationsforschung voran zu bringen?
  • Welche Faktoren bedingen den Erfolg eines Translationsforschers?
  • Wie können Stakeholder aus Universitäten, Industrie und Politik vermehrt WissenschaftlerInnen für eine patientenorientierte Forschung gewinnen und das Ziel anstreben, das Gesundheitswesen zu verbessern?

 

Translate! 2016 bietet erneut eine innovative und stimulierende, globale Diskussions-Plattform zur translationalen Medizin. Das hervorragende wissenschaftliche Programm wird getragen von ausgezeichneten Vortragenden, hochaktuellen Vorlesungen, Diskussionsrunden und spannenden Präsentationen von ExpertInnen der Translationsmedizin.

 

Wir freuen uns darauf, Sie in Berlin zu begrüßen!

 

Prof. Dr. Georg N. Duda

        Dr. Megan Frisk

Prof. Dr. Erwin Böttinger

Berlin-Brandenburger Centrum für  Regenerative Therapien (BCRT)

          Science Translational
          Medicine (STM)

Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH)